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Predyl - Eine neue Welt

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Autor Sylvia Kaml
Dystopie
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Sofort lieferbar Gewicht: 0.45 kg

Predyl: Eine neue Welt - Taschenbuch

Seit Jahrhunderten leben die Menschen auf dem Mond ›Predyl‹, weit von der zerstörten Erde entfernt. Mithilfe der Arbeitskraft primitiver Ureinwohner haben sie sich dort ein Utopia erschaffen. Die junge Frau Luna wächst als eine der verwöhnten Bewohner dieser Kolonistenstadt auf. Als sich die Proteste der Predyler gegen die Unterdrückung häufen und es zu einem militärischen Konflikt kommt, wird sie erstmals mit der harten Realität konfrontiert.

Unterstützung findet sie ausgerechnet in dem Eingeborenen Biran, der bald mehr als nur ein Beschützer ist. Gemeinsam versuchen sie, die verheerende Feindschaft zwischen den Spezies zu beenden.

Produktinformationen:
  • Auflage: 1 (27. März 2017)
  • Autor: Sylvia Kaml
  • Sprache: Deutsch
  • Taschenbuch: 412 Seiten
  • Größe: 12,1 x 2,7 x 19 cm

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Anja schreibt: 08.05.2018
Inhalt:


Eigentlich läuft das Leben auf Predyl für die Menschen gut. Sie haben ein neues zu Hause gefunden, ernähren sich vegetarisch und achten auf Nachhaltigkeit.
Die Kinder bekommen eine gute Schulbildung und alle sind zufrieden und leben ein Leben ohne Angst und Entbehrungen.

Aber geht es wirklich allen so?
Leider nein, denn die Ureinwohner des Planten Predyl sind eine unterdrückte und ausgebeutete Rasse, die unter den Menschen leidet. Sie leben nicht in der wundervollen Stadt Neumond, haben keinen Zugang zu der Technologie und fristen ein Leben am Rande der Gesellschaft und werden schlecht behandelt.

Der Zorn und der Hass der Ureinwohner steigt und nach über 300 Jahren, einer mehr oder weniger friedlichen Co-Existenz, reißt den Predylern der Geduldsfaden und sie begehren gegen die Ungerechtigkeit auf...
Es folgt ein unerbittlicher Kampf der beiden Spezien, in dem es nicht nur um den Sieg geht, sondern es wird um das Überleben und den Fortbestand der jeweiligen Rasse gekämpft.

Auch als der Krieg vorüber ist und die Predyler als Sieger hervorgehen, haben die Kämpfe kein Ende. Verhärtete Fronten stehen einander gegenüber und die Menschen werden von dem scheinbar wahnsinnigen Machthaber des predylischen Militärs gejagt.
Hass, Wut und Zorn sind bei beiden Rassen tief verwurzelt und anscheinend können diese Gefühle nicht überwunden werden.

Luna, die eigentlich Lena heißt, hat sich bereits als Kind mit Biran, der Predyler ist, angefreundet und kann nicht glauben, dass es keinen Frieden geben kann. Als sie Biran nach dem Krieg wieder trifft, beschließt sie mit ihm für eine gemeinsame Zukunft einzustehen und dafür zu arbeiten - aber wird es ihnen gelingen beide Parteien davon zu überzeugen, dass es eine friedliche Zukunft geben kann?

Fazit:

Sylvia Kaml hat mit diesem Science-Fiction Roman eine dystopische Atmosphäre geschaffen, die ihresgleichen sucht. Es ist keine 0815 Dystopie, wie man sie schon so oft gelesen hat, sondern eine durchaus gesellschaftskritische Erzählung über die Dummheit der Menschen bzw. Predyler.
Hass, Hörensagen, Wut, Mißtrauen und der Unwille mit einer anderen Rasse gemeinsam zu leben, sind der Motor für die Auseinandersetzungen in diesem Buch.

Häufig habe ich mich dabei erwischt, dass ich gedacht habe: Die Menschheit lernt nicht dazu. Sie ist zukünftig noch genauso verblendet wie heute oder früher.

Der Autorin gelingt es, dass man sehr schnell in die Geschichte eintaucht und versteht es den Leser zu fesseln.
Die Beschreibung der Predyler ist wirklich hervorragend und ich konnte mir ihre Andersartigkeit lebhaft vorstellen. Die Echsen ähnlichen Wesen werden sehr gut dargestellt und im Laufe des Buches erfährt man immer mehr über die unterschiedlichen Völker, die auf dem Mond leben und über ihre Lebensweise.
Besonders gut gefallen hat mir die Idee, dass die Predyler ihre Gefühle über Farben ausdrücken, so wird Ihre Stirn zum Beispiel rot bei Wut.

Die Hauptprotagonisten in diesem Buch werden gut beschrieben und man bekommt mit Voranschreiten einen immer besseren Eindruck und erlebt auch Veränderungen, die auf Grund der äußeren Bedingungen stattfinden.

Wir erleben, dass Freundschaft immer möglich ist.
Vertrauen und Respekt müssen erarbeitet werden.
Wir lernen, dass wir nicht gleich eine ganze Rasse verurteilen sollten auf Grund der Taten von einzelnen Personen, sondern das Individuum als einzel Person betrachten sollen.

Der Schreibstil von Sylvia Kaml ist flüssig und den Geschehnissen angepasst. Die ganze Geschichte lässt sich gut lesen und regt zum Nachdenken an, ohne dass man den Eindruck hat, dass die Autorin mit dem erhobenen Zeigefinger neben einem steht.

Wir werden auf eine bewegende Reise mitgenommen, die einen hoffen, bangen und mitfiebern lässt.

Das Ende des Buches ist für mich absolut passend und untermauert im Ganzen das, was ich in dieser Geschichte erlebte. Ein anderer Ausgang wäre für mich auch sehr unrealistisch gewesen.